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COWORKING KIDS – GRÜNDUNG UND COWORKING FÜR KINDER ERLEBBAR MACHEN

Aktualisiert: 16. März

. „Das ist eine zeitgemäße Form des Zusammenarbeitens und das sind ja auch die Nutzer von morgen.“ Nachdem sie 19 Jahre in einer Kommunalverwaltung gearbeitet hatte, gründete Susann 2016 die SCHON IM FRÜHEN ALTER DIE WICHTIGKEIT VON ZUSAMMENARBEIT UND NETZWERKEN VERMITTELN: DAS IST DAS ZIEL VON . Ursprünglich sollte die lediglich ein Graffiti-Laden und offenes Atelier werden. Letztendlich kamen aber immer mehr Kreative zusammen. „Plötzlich saßen hier mehrere Leute mit Laptops zwischen den Farbpaletten“, erzählt Susann lachend. So ergab es sich, dass in der Farbküche Arbeiten und Kreativsein miteinander verbunden wurden. Durch Projekte zur Wiederbelebung leerstehender Gebäude kam es 2019 zur Gründung des OpenLab, in dem gemeinschaftliches Arbeiten umgesetzt wurde. Auch daran war Susann beteiligt. Als das Projekt 2021 endete, wollte man das OpenLap trotzdem erhalten. In Verbindung mit dem Wunsch, wieder Treffen in der Farbküche anzubieten, entstand die Entscheidung, mit dieser ins OpenLap zu ziehen. Bis heute ist die Farbküche kein klassischer Coworking Space. Sie ist gleichzeitig OpenSpace zum Arbeiten und Raum für Kreativität. Durch die eigene Coworking-Erfahrung kam dann auch die Idee für Coworking Kids auf – eine Aktion, die Mitte Februar erstmalig in der Farbküche stattgefunden hat. Eine Woche lang stand die Farbküche für alle Kinder offen, gemeinsam kreativ zu arbeiten, wobei die einzelnen Wochentage mit jeweils eigenem Motto einen kleinen Rahmen bildeten. Eine zweite Runde ist für den April bereits geplant. „Wir schauen, wie wir Kinder mit ähnlichen Ideen und Interessen miteinander vernetzen können“, erklärt Susann. „Mit denen arbeiten wir dann im Anschluss auch weiter.“ Den Gründergeist wecken Doch es geht nicht bloß um die Zusammenarbeit und Vernetzung der Kinder. „Wir sagen immer: ‚Wir haben die Farbküche gegründet. Was könntet ihr euch denn vorstellen?‘“, so Susann. Dabei sollen die Kinder darüber nachdenken, welche Ressourcen ihnen dabei zur Verfügung stehen: Was können sie? Was mögen sie? Was könnte der Stadt weiterhelfen? „So können wir die Kinder gut zusammenbringen und auch weiterführend an Ideen arbeiten.“ Eine der jungen Teilnehmerinnen möchte Modedesignerin werden. „Sie hat hier die ganze Zeit Modeentwürfe gezeichnet“, erzählt Susann begeistert. Das Team der Farbküche begleitet auch Gründer. „Darunter haben wir eine Modedesignerin. Da liegt es nahe, dass wir die beiden zusammenbringen. Und wenn das Mädchen weiterhin Modedesignerin werden möchte, kann sie bei uns auch designen.“ Mit Textilien und einer Nähmaschine, die die Farbküche zur Verfügung hat, kann die Teilnehmerin Prototypen erstellen. Von den anderen Kindern kann sie direkt Feedback erhalten und auf dieser Grundlage weiterarbeiten. „Das macht Coworking ja auch aus“, betont Susann. „Dass die Meinung anderer nicht weit ist und man sich da weitere Inspiration und Feedback holen kann.“ Langfristige Zusammenarbeit Die erste Coworking Kids Woche diente hauptsächlich dazu, dass die Kinder erst einmal vorbeikommen und sich alles anschauen können. „Es war richtig viel los“, freut sich Susann. „Wir hatten hier durchschnittlich 20 Kinder am Tag, auch immer wieder verschiedene. Dann haben wir geschaut, wer wirklich Bock hat, auch länger mit uns zu arbeiten.“ Die richtige Arbeit geht jetzt erst los. Denn mit einigen Kindern arbeiten Susann und Daniel nun weiter. „Unsere Tourismusinformation sucht gerade Produkte“, nennt Susann ein Beispiel für die längerfristige Zusammenarbeit mit den Kids. „Wir haben hier viele Kinder, die gerne und vor allem gut zeichnen. Mit denen werde ich in Zukunft an Postkartenmotiven arbeiten. Dabei überlegen wir, wie wir die Stadt sichtbar machen können und was anderen Kindern vielleicht gefallen würde, die unsere Stadt kennenlernen.“ Es geht also nicht nur um das Zusammenarbeiten, sondern vor allem auch darum, am Ende ein richtiges praktisches Ergebnis zu haben. Theorie und Praxis Susann und Daniel haben sich gemeinsam mit den Kindern auch damit beschäftigt, was es braucht, um selbst ein Business zu gründen. Dazu haben sie einen Superhelden-Umhang gebastelt, auf dem schriftlich sämtliche Eigenschaften festgehalten wurden, die ein Unternehmer braucht. Ehrgeiz, Mut und Austausch stehen da zum Beispiel. „Mir ist es aber wichtig, nicht nur in der Theorie zu bleiben“, betont Susann. „Wir möchten Gründung und Coworking erlebbar machen.“ Die Kinder sollen dabei auch das Gelernte und Erlebte reflektieren. Vor allem ist es dabei wichtig, dass die Kids lernen, dass sie nicht alles können müssen. „Lieber soll man das, was man kann, richtig gut machen und sich nicht an dem abarbeiten, was man nicht kann“, findet Susann. „In der Schule lernen wir, dass wir uns besonders auf das konzentrieren sollen, was wir nicht können. Im Unternehmertum ist das aber total destruktiv. Es gibt ja andere, die das können. Mit diesen Leuten sollte man eine Zusammenarbeit suchen. So kann sich jeder auf seine Stärken konzentrieren.“ Die praktische Erfahrung und vor allem, am Ende ein Produkt zu haben, das man anfassen kann, findet Susann bei Kindern besonders wichtig. „Die Kids brauchen sichtbare Ergebnisse, damit sie wissen, wofür sie das machen. Und sie brauchen immer wieder das Erleben. Bei Kindern bringt es nichts, wenn man ihnen immer wieder sagt, wie toll etwas ist. Sie müssen das selbst fühlen.“ Coworking Kids vermittelt wichtige Botschaften Mit dem Ansatz Coworking Kids bekommen die Kinder also sowohl die Theorie als auch die Praxis von Coworking schon früh vermittelt. Dass Coworking nicht nur etwas für Erwachsene ist, sondern auch Kindern in ihrer Entwicklung und Denkweise enorm helfen kann, das steht für Susann fest. „Eine sehr wichtige Botschaft, die wir den Kindern vermitteln möchten, ist: Du bist nicht allein.“ Genauso ist es ihr wichtig, dass die Kids lernen, ihr Wissen zu teilen. „In der Schule sind die Kinder oft geneigt, etwas für sich zu behalten, weil sie die Besten sein wollen. Aber beim Coworking vermitteln wir, dass das Teilen des Wissens allen Beteiligten etwas bringt – einschließlich des guten Gefühls für die Teilenden.“ Dieses Teilen steht eng im Zusammenhang mit dem Thema Konkurrenz. „Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn neben einer Idee noch weitere Ideen stehen. Jede Idee ist für sich gut und auch immer mit der Person zu tun hat, die die Idee hat. Damit ist die Idee auch nicht gefährdet“, macht Susann deutlich. Dass die Kinder diese Botschaften auch nach dem Coworking mit nach Hause nehmen, ist Susann sehr wichtig. Vor allem freut sie sich auf alle, die wiederkommen und an längerfristigen Projekten interessiert sind. Bereits Anfang März ging es damit weiter. Eine nächste Coworking Kids Woche ist ebenfalls schon geplant. Im April öffnet die Farbküche wieder zum gemeinsamen Arbeiten für alle interessierten Kinder. Auch dann möchte das Team der Farbküche wieder vermitteln, wie schön und wichtig das Zusammenarbeiten mit anderen ist. Denn Susann ist überzeugt: „Alleine geht es nicht. Sich mit anderen auszutauschen, ist sehr wichtig. Das möchten wir auch den Kindern vermitteln.“ SCHON IM FRÜHEN ALTER DIE WICHTIGKEIT VON ZUSAMMENARBEIT UND NETZWERKEN VERMITTELN: DAS IST DAS ZIEL VON . Ursprünglich sollte die lediglich ein Graffiti-Laden und offenes Atelier werden. Letztendlich kamen aber immer mehr Kreative zusammen. „Plötzlich saßen hier mehrere Leute mit Laptops zwischen den Farbpaletten“, erzählt Susann lachend. So ergab es sich, dass in der Farbküche Arbeiten und Kreativsein miteinander verbunden wurden. Durch Projekte zur Wiederbelebung leerstehender Gebäude kam es 2019 zur Gründung des OpenLab, in dem gemeinschaftliches Arbeiten umgesetzt wurde. Auch daran war Susann beteiligt. Als das Projekt 2021 endete, wollte man das OpenLap trotzdem erhalten. In Verbindung mit dem Wunsch, wieder Treffen in der Farbküche anzubieten, entstand die Entscheidung, mit dieser ins OpenLap zu ziehen. Bis heute ist die Farbküche kein klassischer Coworking Space. Sie ist gleichzeitig OpenSpace zum Arbeiten und Raum für Kreativität. Durch die eigene Coworking-Erfahrung kam dann auch die Idee für Coworking Kids auf – eine Aktion, die Mitte Februar erstmalig in der Farbküche stattgefunden hat. Eine Woche lang stand die Farbküche für alle Kinder offen, gemeinsam kreativ zu arbeiten, wobei die einzelnen Wochentage mit jeweils eigenem Motto einen kleinen Rahmen bildeten. Eine zweite Runde ist für den April bereits geplant. „Wir schauen, wie wir Kinder mit ähnlichen Ideen und Interessen miteinander vernetzen können“, erklärt Susann. „Mit denen arbeiten wir dann im Anschluss auch weiter.“ Den Gründergeist wecken Doch es geht nicht bloß um die Zusammenarbeit und Vernetzung der Kinder. „Wir sagen immer: ‚Wir haben die Farbküche gegründet. Was könntet ihr euch denn vorstellen?‘“, so Susann. Dabei sollen die Kinder darüber nachdenken, welche Ressourcen ihnen dabei zur Verfügung stehen: Was können sie? Was mögen sie? Was könnte der Stadt weiterhelfen? „So können wir die Kinder gut zusammenbringen und auch weiterführend an Ideen arbeiten.“ Eine der jungen Teilnehmerinnen möchte Modedesignerin werden. „Sie hat hier die ganze Zeit Modeentwürfe gezeichnet“, erzählt Susann begeistert. Das Team der Farbküche begleitet auch Gründer. „Darunter haben wir eine Modedesignerin. Da liegt es nahe, dass wir die beiden zusammenbringen. Und wenn das Mädchen weiterhin Modedesignerin werden möchte, kann sie bei uns auch designen.“ Mit Textilien und einer Nähmaschine, die die Farbküche zur Verfügung hat, kann die Teilnehmerin Prototypen erstellen. Von den anderen Kindern kann sie direkt Feedback erhalten und auf dieser Grundlage weiterarbeiten. „Das macht Coworking ja auch aus“, betont Susann. „Dass die Meinung anderer nicht weit ist und man sich da weitere Inspiration und Feedback holen kann.“ Langfristige Zusammenarbeit Die erste Coworking Kids Woche diente hauptsächlich dazu, dass die Kinder erst einmal vorbeikommen und sich alles anschauen können. „Es war richtig viel los“, freut sich Susann. „Wir hatten hier durchschnittlich 20 Kinder am Tag, auch immer wieder verschiedene. Dann haben wir geschaut, wer wirklich Bock hat, auch länger mit uns zu arbeiten.“ Die richtige Arbeit geht jetzt erst los. Denn mit einigen Kindern arbeiten Susann und Daniel nun weiter. „Unsere Tourismusinformation sucht gerade Produkte“, nennt Susann ein Beispiel für die längerfristige Zusammenarbeit mit den Kids. „Wir haben hier viele Kinder, die gerne und vor allem gut zeichnen. Mit denen werde ich in Zukunft an Postkartenmotiven arbeiten. Dabei überlegen wir, wie wir die Stadt sichtbar machen können und was anderen Kindern vielleicht gefallen würde, die unsere Stadt kennenlernen.“ Es geht also nicht nur um das Zusammenarbeiten, sondern vor allem auch darum, am Ende ein richtiges praktisches Ergebnis zu haben. Theorie und Praxis Susann und Daniel haben sich gemeinsam mit den Kindern auch damit beschäftigt, was es braucht, um selbst ein Business zu gründen. Dazu haben sie einen Superhelden-Umhang gebastelt, auf dem schriftlich sämtliche Eigenschaften festgehalten wurden, die ein Unternehmer braucht. Ehrgeiz, Mut und Austausch stehen da zum Beispiel. „Mir ist es aber wichtig, nicht nur in der Theorie zu bleiben“, betont Susann. „Wir möchten Gründung und Coworking erlebbar machen.“ Die Kinder sollen dabei auch das Gelernte und Erlebte reflektieren. Vor allem ist es dabei wichtig, dass die Kids lernen, dass sie nicht alles können müssen. „Lieber soll man das, was man kann, richtig gut machen und sich nicht an dem abarbeiten, was man nicht kann“, findet Susann. „In der Schule lernen wir, dass wir uns besonders auf das konzentrieren sollen, was wir nicht können. Im Unternehmertum ist das aber total destruktiv. Es gibt ja andere, die das können. Mit diesen Leuten sollte man eine Zusammenarbeit suchen. So kann sich jeder auf seine Stärken konzentrieren.“ Die praktische Erfahrung und vor allem, am Ende ein Produkt zu haben, das man anfassen kann, findet Susann bei Kindern besonders wichtig. „Die Kids brauchen sichtbare Ergebnisse, damit sie wissen, wofür sie das machen. Und sie brauchen immer wieder das Erleben. Bei Kindern bringt es nichts, wenn man ihnen immer wieder sagt, wie toll etwas ist. Sie müssen das selbst fühlen.“ Coworking Kids vermittelt wichtige Botschaften Mit dem Ansatz Coworking Kids bekommen die Kinder also sowohl die Theorie als auch die Praxis von Coworking schon früh vermittelt. Dass Coworking nicht nur etwas für Erwachsene ist, sondern auch Kindern in ihrer Entwicklung und Denkweise enorm helfen kann, das steht für Susann fest. „Eine sehr wichtige Botschaft, die wir den Kindern vermitteln möchten, ist: Du bist nicht allein.“ Genauso ist es ihr wichtig, dass die Kids lernen, ihr Wissen zu teilen. „In der Schule sind die Kinder oft geneigt, etwas für sich zu behalten, weil sie die Besten sein wollen. Aber beim Coworking vermitteln wir, dass das Teilen des Wissens allen Beteiligten etwas bringt – einschließlich des guten Gefühls für die Teilenden.“ Dieses Teilen steht eng im Zusammenhang mit dem Thema Konkurrenz. „Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn neben einer Idee noch weitere Ideen stehen. Jede Idee ist für sich gut und auch immer mit der Person zu tun hat, die die Idee hat. Damit ist die Idee auch nicht gefährdet“, macht Susann deutlich. Dass die Kinder diese Botschaften auch nach dem Coworking mit nach Hause nehmen, ist Susann sehr wichtig. Vor allem freut sie sich auf alle, die wiederkommen und an längerfristigen Projekten interessiert sind. Bereits Anfang März ging es damit weiter. Eine nächste Coworking Kids Woche ist ebenfalls schon geplant. Im April öffnet die Farbküche wieder zum gemeinsamen Arbeiten für alle interessierten Kinder. Auch dann möchte das Team der Farbküche wieder vermitteln, wie schön und wichtig das Zusammenarbeiten mit anderen ist. Denn Susann ist überzeugt: „Alleine geht es nicht. Sich mit anderen auszutauschen, ist sehr wichtig. Das möchten wir auch den Kindern vermitteln.“


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